Der Azkoyen-Konzern, der seit drei Jahren über seine
Tochtergesellschaft Azkoyen Comercial seinen eigenen Kaffee
vertreibt, verfügt seit diesem Februar über
eine neue Kaffeerösterei, deren jährliche Produktionskapazität
mehr als 10.000 Tonnen Kaffee beträgt. Die Gesamtinvestition
in die neuen Anlagen mit Standort im Industriegebiet Talluntxe
von Noáin belaufen sich auf mehr als 615 Millionen
Peseten. Der regionale Landwirtschaftsminister, Ignacio
Martínez, stattete dem Betrieb einen offiziellen
Besuch ab.
Es handelt sich um eine der modernsten Kaffeeröstereien
ganz Europas mit Röstmaschinen und -systemen der
jüngsten Generation. Mit dieser neuen Anlage setzt
Azkoyen nicht nur noch zielbewusster auf den Gastgewerbesektor,
sondern schließt auch einen ganzen Angebotszyklus
rund um das Produkt Kaffee und nutzt so Synergieeffekte.
Das Gastgewerbe ist heute in der Lage, von der Kaffeebohne
bis zur Kaffeemaschine alle Produkte von einem einzigen
Lieferanten zu beziehen.
Der vollautomatische Röstprozess garantiert die
Einheitlichkeit und Homogenität des Endprodukts
und wird permanent über vier Computer überwacht,
die alle Arbeitsschritte und deren korrekte Ausführung
in jedem Behälter und an jeder Maschine permanent
kontrollieren: von der Annahme des frischen Kaffees
und dessen Wägung bis zu den verschiedenen Arbeitsschritten
der Kaffeeröstung.
Die neuen Anlagen, als Ergebnis hoher Investitionen
sowohl in Maschinen und Anlagen, als auch in Forschung
+ Entwicklung, garantieren dem Konzern wichtige Wettbewerbsvorteile,
unter denen insbesondere die Kaffeequalität zum
Zeitpunkt des Konsums, die Prozessoptimierung in den
Bereichen Verpackung und Lagerung sowie die angewandte
Methodik als Ergebnis von wissenschaftlichem Wissen
hervorgehoben werden müssen.
Dem offiziellen Besuch des Röstereibetriebs wohnten
neben dem Landwirtschaftsminister der Regionalregierung
von Navarra, verschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern
und der Betriebsleitung von Azkoyen auch zahlreiche
Lieferanten aus der Industrie und dem Rohstoffsektor
bei. Ebenso war der Bürgermeister des Aranguren-Tals,
Manuel Romero Pardo, anwesend.
Maximaler Umweltschutz
Ein Beweis für die Automatisierung, Wirksamkeit
und Flexibilität der neuen Rösterei ist die
Tatsache, dass in lediglich 30 Minuten die gesamte Wochenplanung
des Unternehmens verändert werden kann. Die Kaffeerösterei
beschäftigt insgesamt acht Personen.
Auf einer überbauten Fläche von 3.000 Quadratmetern
verfügen die neuen Anlagen über 30 Lagersilos
mit einem Fassungsvermögen von mehr als 100 Tonnen,
zwei Trommelröstmaschinen und drei Verpackungslinien
mit einer Kapazität von 20 Kilobeuteln pro Minute.
Die Kaffeerösterei und alle ihre Systeme garantieren
totale Reinheit sowohl beim Produkt als auch während
des Verarbeitungsprozesses. Die lärmintensiven
Bereiche (Kompressoren, Reinigungsmaschinen usw.) wurden
abgeschirmt, ebenso das Rohstofflager im Produktionsbereich.
Das Unternehmen befindet sich bereits in der Vorbereitungsphase
der Zertifizierung mit dem Umweltzertifikat ISO 14.001.
Seit 1997
Der Azkoyen-Konzern hat vor drei Jahren im Rahmen seiner
Bemühungen, sein Marktangebot zu diversifizieren,
mit der industriellen Produktion und Vermarktung von
Kaffee begonnen und vertreibt derzeit monatlich mehr
als 200.000 Kilogramm Kaffee vorwiegend an das Gastgewerbe.
Azkoyen unterzeichnete im Jahr 1997 über das Forschungszentrum
für Angewandte Pharmakobiologie (CIFA) ein Zusammenarbeitsabkommen
mit der Universität von Navarra, in dessen Rahmen
eine Mindestinvestition in Forschung + Entwicklung von
225 Millionen Peseten bis ins Jahr 2001 mit dem Ziel
geplant sind, den Wissensstand über den Kaffe zu
erweitern.
Die Vorteile, die aus diesen verschiedenen Forschungsprojekten
im Zusammenhang mit dem Kaffee resultieren, konzentrieren
sich insbesondere auf die Absicherung der Prozesse und
die Verfügbarkeit einer auf Wissen basierenden
Methodik zur Kaffeekonservierung.
Die Untersuchung des Einflusses der verschiedenen Parameter
auf die erhaltene Kaffeequalität und die Verarbeitungseffizienz
setzt die Durchführung einer langen Versuchsreihe
mit verschiedenen Variablen voraus. Bis zum Zeitpunkt
der Präsenz des Azkoyen-Konzerns in diesem Sektor
gab es in der Region Navarra keine für diesen Bereich
festgelegte Methodik, was die Notwendigkeit der Forschungsarbeit
für die Schaffung wissenschaftlicher Grundlagen
im Zusammenhang mit den verschiedenen Prozessen noch
deutlicher macht.
Laut den Prognosen des Konzerns wird der Umsatz der
Kaffeelieferungen ans Gastgewerbe im Jahr 2001 insgesamt
4.000.000.000 Peseten erreichen, was einem Inlandsmarktanteil
von ca. 10% entspricht.
|