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21. Dezember 1998
Azkoyen sieht einen deutlichen Stimulierungseffekt durch die Einführung des Euro
Azkoyen erwartet, dass die Einführung des Euro die Geschäfte in den kommenden Jahren wesentlich stimulieren wird.


Azkoyen, größter Hersteller von Vending-Maschinen und Münz- und Zahlungsvorrichtungen auf dem spanischen Markt, erwartet, dass die Einführung des Euro in den kommenden Jahre die Geschäfte stimulieren wird, da die Kunden ihre Automaten auf die neuen Münzen umstellen müssen.

"Der Euro wird bedeutende Auswirkungen auf unsere Gewinne haben", äußerte Ricardo Armendáriz in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben uns seit vielen Monaten darauf vorbereitet. Wir untersuchen das Problem (der veränderten Münzen) sowohl vom technischen, als auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus".

Azkoyen, dessen Firmensitz sich in Navarra befindet, dominiert zwischen 65 und 70% des spanischen Vending-Marktes und ist sicher, dass die Umstellung auf den Euro neue Perspektiven in allen Bereichen der neuen Münzen eröffnen wird.

"Von einem geteilten Markt, wo jedes Land seine eigenen Münzen hatte, werden wir jetzt zu einem einzigen Markt mit einer einzigen Art von Münzen", sagte er weiter. Der Euro wird die benutzte Währung für Transaktionen schon ab Januar 1999 sein, doch die Scheine und Münzen kommen erst ab Mitte 2002 in Umlauf.

"Wir tätigen Investition, um auf diesem Markt (der Euro-Zone) sehr stark präsent zu sein, wenn dies in den nächsten 3 Jahren Realität wird", erläuterte Armendáriz. Die Gesellschaft investierte im Jahr 1997 circa 1,9 Milliarden Pesten und für das Jahr 1998 wird mit Investitionen in ähnlicher Höhe gerechnet, ebenso für 1999. "Dies werden die Jahre mit den größten Investitionen sein", sagte er weiter.

Azkoyen stellt eine große Palette an Vending-Maschinen her, wie zum Beispiel Automaten für Kaffee und kalte Getränke und alle Arten von Münz- und Spielautomaten, die ersetzt werden müssen oder mindestens vor der zweiten Hälfte 2002 neu programmiert werden müssen.

Santander Inversiones schätze die Aktie der Firma auf einen objektiven Wert von 5.700 Peseten in den nächsten 12 Jahren, meinte Javier Suarez. "Es handelt sich hier um eine Branche, die in den kommenden Jahren sehr interessant sein wird und Azkoyen ist hier die einzige Firma in Europa, die an der Börse notiert", fügte er hinzu.

"Wie ich in der Presse gelesen habe, wird heute morgen mit der Prägung der Euromünzen begonnen. Ich hoffe, dass sie bald erhältlich sind, damit wir damit beginnen können, unsere Automaten darauf einzustellen", meinte Armendáriz.

Er vertraue darauf, dass sich der Anstieg des Umsatzes um 18% in den Jahren 1999 bis 2002 fortsetzte - ebenso, wie dies auch in den letzten fünf Jahren der Fall war. "Wir hoffen, dass die Jahre 1999 bis 2002 ein Wachstum zwischen 15 und 20% im Jahr bringen werden", äußerte er. "Das bedeutet, dass wir in den nächsten vier Jahren unsere Verkaufszahlen und unsere Produktion verdoppeln werden."

Im Jahr 1997 belief sich der Gesamtumsatz von Azkoyen auf 16.390.000.000 Peseten, woraus sich ein Gewinn von 1.350.000.000 ergab. Armendáriz erklärte, dass alle ab 1999 produzierten Automaten in de Lage seien, die Euro-Münzen und auch die nationalen Währungen anzunehmen. Bei den Automaten aus den Herstellungsjahren 1997 und 1998 ist lediglich eine kleine Änderung notwendig, bei den älteren Modellen seien jedoch größere Umstellungen notwendig.

Die Wertpapiere von Azkoyen lagen am Montag in ihrer Tendenz über der allgemeinen Tendenz am Markt, als sie um 2,8% auf 4.885 Peseten zulegten, wobei sie in der Auswahl Ibex-35 um 1,42% stiegen.

"Wir hoffen, dass der Markt in den kommenden Jahren weiter wächst und wenn es der Firma dann gelingt, das hohe Niveau der Marktdurchdringung zu halten, haben wir begründete Hoffnung dafür, dass es zu einem Anstieg unserer Umsätze und Gewinne kommt", meinte Armendáriz, ohne dabei Zahlen zu nennen bezüglich der zukünftigen Gewinne.

"Wir investieren auf der Basis dieser Überlegungen und wir sind uns sicher, dass es unserer Firma gelingen wird, sich auf dem neuen Markt gut zu positionieren." Armendáriz wies darauf hin, dass er den stärksten Wachstum auf den ausländischen Märkten erwarte.

"Dort haben wir die besten Chancen, denn dort haben wir die bei weitem besten Ergebnisse erzielt. Besonders positiv verlaufen die Geschäfte mit Portugal, Großbritannien, Deutschland und Frankreich". Der Auslandsabsatz von Azkoyen stellt gegenwärtig einen Anteil zwischen 30 und 31% am Gesamtumsatz und die Firma erwartet eine Steigerung auf bis zu 40 oder 45% im Verlauf der nächsten 2 oder 3 Jahre.

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