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Azkoyen, größter Hersteller von Vending-Maschinen
und Münz- und Zahlungsvorrichtungen auf dem spanischen
Markt, erwartet, dass die Einführung des Euro in
den kommenden Jahre die Geschäfte stimulieren wird,
da die Kunden ihre Automaten auf die neuen Münzen
umstellen müssen.
"Der Euro wird bedeutende Auswirkungen auf unsere
Gewinne haben", äußerte Ricardo Armendáriz
in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.
"Wir haben uns seit vielen Monaten darauf vorbereitet.
Wir untersuchen das Problem (der veränderten Münzen)
sowohl vom technischen, als auch vom wirtschaftlichen
Standpunkt aus".
Azkoyen, dessen Firmensitz sich in Navarra befindet,
dominiert zwischen 65 und 70% des spanischen Vending-Marktes
und ist sicher, dass die Umstellung auf den Euro neue
Perspektiven in allen Bereichen der neuen Münzen
eröffnen wird.
"Von einem geteilten Markt, wo jedes Land seine
eigenen Münzen hatte, werden wir jetzt zu einem
einzigen Markt mit einer einzigen Art von Münzen",
sagte er weiter. Der Euro wird die benutzte Währung
für Transaktionen schon ab Januar 1999 sein, doch
die Scheine und Münzen kommen erst ab Mitte 2002
in Umlauf.
"Wir tätigen Investition, um auf diesem Markt
(der Euro-Zone) sehr stark präsent zu sein, wenn
dies in den nächsten 3 Jahren Realität wird",
erläuterte Armendáriz. Die Gesellschaft
investierte im Jahr 1997 circa 1,9 Milliarden Pesten
und für das Jahr 1998 wird mit Investitionen in
ähnlicher Höhe gerechnet, ebenso für
1999. "Dies werden die Jahre mit den größten
Investitionen sein", sagte er weiter.
Azkoyen stellt eine große Palette an Vending-Maschinen
her, wie zum Beispiel Automaten für Kaffee und
kalte Getränke und alle Arten von Münz- und
Spielautomaten, die ersetzt werden müssen oder
mindestens vor der zweiten Hälfte 2002 neu programmiert
werden müssen.
Santander Inversiones schätze die Aktie der Firma
auf einen objektiven Wert von 5.700 Peseten in den nächsten
12 Jahren, meinte Javier Suarez. "Es handelt sich
hier um eine Branche, die in den kommenden Jahren sehr
interessant sein wird und Azkoyen ist hier die einzige
Firma in Europa, die an der Börse notiert",
fügte er hinzu.
"Wie ich in der Presse gelesen habe, wird heute
morgen mit der Prägung der Euromünzen begonnen.
Ich hoffe, dass sie bald erhältlich sind, damit
wir damit beginnen können, unsere Automaten darauf
einzustellen", meinte Armendáriz.
Er vertraue darauf, dass sich der Anstieg des Umsatzes
um 18% in den Jahren 1999 bis 2002 fortsetzte - ebenso,
wie dies auch in den letzten fünf Jahren der Fall
war. "Wir hoffen, dass die Jahre 1999 bis 2002
ein Wachstum zwischen 15 und 20% im Jahr bringen werden",
äußerte er. "Das bedeutet, dass wir
in den nächsten vier Jahren unsere Verkaufszahlen
und unsere Produktion verdoppeln werden."
Im Jahr 1997 belief sich der Gesamtumsatz von Azkoyen
auf 16.390.000.000 Peseten, woraus sich ein Gewinn von
1.350.000.000 ergab. Armendáriz erklärte,
dass alle ab 1999 produzierten Automaten in de Lage
seien, die Euro-Münzen und auch die nationalen
Währungen anzunehmen. Bei den Automaten aus den
Herstellungsjahren 1997 und 1998 ist lediglich eine
kleine Änderung notwendig, bei den älteren
Modellen seien jedoch größere Umstellungen
notwendig.
Die Wertpapiere von Azkoyen lagen am Montag in ihrer
Tendenz über der allgemeinen Tendenz am Markt,
als sie um 2,8% auf 4.885 Peseten zulegten, wobei sie
in der Auswahl Ibex-35 um 1,42% stiegen.
"Wir hoffen, dass der Markt in den kommenden Jahren
weiter wächst und wenn es der Firma dann gelingt,
das hohe Niveau der Marktdurchdringung zu halten, haben
wir begründete Hoffnung dafür, dass es zu
einem Anstieg unserer Umsätze und Gewinne kommt",
meinte Armendáriz, ohne dabei Zahlen zu nennen
bezüglich der zukünftigen Gewinne.
"Wir investieren auf der Basis dieser Überlegungen
und wir sind uns sicher, dass es unserer Firma gelingen
wird, sich auf dem neuen Markt gut zu positionieren."
Armendáriz wies darauf hin, dass er den stärksten
Wachstum auf den ausländischen Märkten erwarte.
"Dort haben wir die besten Chancen, denn dort
haben wir die bei weitem besten Ergebnisse erzielt.
Besonders positiv verlaufen die Geschäfte mit Portugal,
Großbritannien, Deutschland und Frankreich".
Der Auslandsabsatz von Azkoyen stellt gegenwärtig
einen Anteil zwischen 30 und 31% am Gesamtumsatz und
die Firma erwartet eine Steigerung auf bis zu 40 oder
45% im Verlauf der nächsten 2 oder 3 Jahre.
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