| ANHANG
I – GESCHÄFTSENTWICKLUNG
1. Erklärungen zur Bilanzvorschau.
Die beiliegende Bilanzvorschau zeigt einen deutlichen
Umsatzrückgang im dritten Quartal auf, der die
seit den letzten zwei Monaten des zweiten Quartals registrierte
abfallende Tendenz zusätzlich beschleunigt. Dieser
Umsatzrückgang hat als unmittelbare Folge zu einem
brüsken Rückgang der Geschäftsgewinne
im dritten Quartal geführt. Es muss darauf hingewiesen
werden, dass im dritten Quartal positive Resultate aus
früheren Geschäftsjahren in Höhe von
3.482.000 Euro verbucht wurden.(*)
Diese Situation ist, unserer Meinung nach, konjunktureller
Natur und auf folgende Tatsachen zurückzuführen:
- Die abschreckende Wirkung der behördlichen
Erklärungen über das in der Nationalen Anti-Tabak-Kampagne
vorgesehene Verbot von Zigarettenautomaten.
- Die wirtschaftliche Rezession auf internationaler
Ebene mit besonders starken Auswirkungen im Bereich
des Vendigsektors und des Gastgewerbes.
- Die Marktflaute für Produkte, deren teilweise
oder vollständige Erneuerung mit der Euro-Anpassung
im vergangenen Geschäftsjahr und während
des ersten Quartals des laufenden Jahres vorgenommen
wurde.
Die Gesellschaft hat sofort auf diese schwierige Konjunkturlage
reagiert und bereits in den Monaten August und September
die ersten Gegenmaßnahmen getroffen. Es handelt
sich dabei sowohl um Maßnahmen zur Eindämmung
der Kosten als auch um Maßnahmen zur Förderung
der Einnahmen.
Zur Kostenreduktion gehören Anpassungsmaßnahmen
im Bereich der direkten und indirekten Arbeitskräfte,
die Nichtverlängerung von zeitlich beschränkten
Arbeitsverträgen und die Optimierung der Eigenproduktion
auf Kosten der externen Auftragsvergabe an Zulieferanten.
Zur Potenzierung der Einnahmen werden andererseits die
laufenden Forschungs- und Entwicklungsprozesse sowie
die Lancierung neuer Produkte beschleunigt.
Alle diese Maßnahmen wurden ins Auge gefasst,
ohne die Unternehmensstrategie in Richtung Diversifizierung
und Gesellschaftswachstum in irgendeiner Weise zu gefährden.
2. Prognosen für das Jahresende.
Trotz der getroffenen Maßnahmen, die in den Budgets
der Jahre 2003 und folgende zum Ausdruck kommen werden,
ist es doch unwahrscheinlich, dass sich die negative
Tendenz vor dem 31. Dezember 2002 ändern wird,
weshalb sich die erwähnten Ursachen in den Umsatzzahlen
und den Gewinnen des laufenden Geschäftsjahres
deutlich niederschlagen werden.
In Übereinstimmung mit den jüngsten Prognosen
der Gesellschaft werden sich die Gewinne vor Steuern
am Jahresende (31.12.2002) um die 1,5 Millionen Euro
bewegen. Dies bedeutet eine gewisse Dämpfung des
Umsatzrückgangs gegenüber den Vormonaten.
Dies kann durch die besonders starken Auswirkungen der
Krise in diesen letzten Monaten erklärt werden,
sowie durch die durchzuführenden und in die Buchhaltung
aufzunehmenden notwendigen Anpassungsmaßnahmen.
3. 3. Prognosen für das nächste Geschäftsjahr.
Die Gesellschaft ist derzeit gerade dabei, das Jahresbudget
für das folgende Geschäftsjahr auszuarbeiten.
Die Budgeterstellung basiert auf außerordentlich
vorsichtigen Annahmen in Bezug auf das Ende der Rezessionstendenzen.
Diese Annahmen lassen sich wie folgt umschreiben:
- Unser negatives Wachstum erreicht im Laufe des vierten
Quartals dieses Jahrs seinen tiefsten Stand.
- Im Laufe des Jahres 2003 werden sich die durchgeführten
Maßnahmen positiv auswirken und voraussichtlich
ab dem zweiten Semester eine wirtschaftlichen Erholung
und ein Wachstum der Gesellschaft einleiten.
- Im Laufe des zweiten Semesters dieses Jahres wird
abzuschätzen sein, welche konkreten Auswirkungen
die Nationale Anti-Tabak-Kampagne auf die Zigarettenautomaten
haben wird.
- Der Markt für Neuanschaffungen von Automaten
wird sich langsam vom Euro-Effekt erholen.
Die Gesellschaft ist sich darüber im klaren, dass
sie über solide Grundlagen und einen ausreichenden
Handlungsspielraum verfügt, um die Auswirkungen
dieser Krise zu überwinden. Insbesondere auch deshalb,
weil sich unsere Marktposition nicht nur nicht verschlechtert,
sondern gegenüber den anderen europäischen
Wettbewerbern, die von der Krise noch stärker betroffen
sind, durchaus verbessert hat.
(*) Diese 3.482.000 Euro setzen sich wie folgt zusammen:
a) Geringerer Steueraufwand im Jahr 2001 um 3.465.000
Euro, d. h. die Differenz zwischen den in der Jahresrechnung
des Geschäftsjahres 2001 aufgeführten prognostizierten
Steuern und der definitiven Steuerfestsetzung desselben
Zeitraums aufgrund der Anwendung aller möglichen
Steuerabzüge.
b) Andere positive Ergebnisse früherer Geschäftsjahre
in Höhe von 17.000 Euro.
Im ersten Halbjahr waren negative Ergebnisse aus
den Vorjahren in Höhe von 782.000 Euro zu verzeichnen.
Daraus ergibt sich ein Gesamtbetrag der kumulierten
positiven Ergebnisse aus den Vorjahren (Stand September
2002) in Höhe von 2.700.000 Euro.
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